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Tolles Jahrestreffen in Oxford

Tage Venezianischen Ruderns 2016 in Oxford

Richard Bailey und die Freunde vom Oxford Ruderclub ‚City Barge’ hatten für die vierten „Tage des venezianischen Ruderns“ des CIVV (22.-24. Juli) nicht nur den Wettergott erfolgreich beschworen, sie waren perfekte Gastgeber mit einem wunderbaren Programm. Schon die vorgeschlagene und von einer großen Gruppe der Teilnehmer aufgesuchte Beherbergung in St. Hildas College erwies sich als Geschenk. Trat man aus dem Speisesaal des Colleges, so musste man nur eine Wiese herunter wandeln und Richard hatte bereits dafür gesorgt, dass am kleinen, vorbeifließenden Nebenfluss der Themse, dem Cherwell River, ausreichend Boote des Vereins lagen, bereit uns zum Vergnügen zu dienen und zum Club zu tragen. Dort versammelten wir uns am Freitag zur ersten großen Tour. Gekommen waren große Gruppen aus Paris und Nantes, sowie Freunde aus Padua, Venedig, Amsterdam, Hamburg, Brauschweig und Frankfurt. Dank des großen Flottenangebots konnten alle Gäste zusammen mit den Freunden von City Barge, auf einer breiten Palette von venezianischen Booten zunächst etwa acht Meilen und drei pittoreske altmodische Schleusen entlang die Themse aufwärts fahren. Eine wunderbare Landschaft mit Wäldern, Flussauen, Flusswiesen mit allerlei Wasservögeln, Pferde- oder Kuhherden. Auf der Terrasse eines typischen Pubs aßen wir dann Mittag und genossen einen reichhaltigen Lunch. Nach einer Siesta ging es flussaufwärts zurück, wieder durch die Innenstadt Oxfords zum ruhig gelegenen Clubhaus. In einem Pub war abends dann ein Saal zum Diner reserviert.

Am nächsten Tag wurden die Boote neu verteilt und es ging nun flussabwärts wieder etwa 8 Meilen und drei Schleusen nach Abingdon: ein mittelalterliches Städtchen, wiederum mit einem loakeln, herzlichen Pub, das für uns einen Lunch mit typischen Backwaren präsentierte. Manche von uns wurden neidisch auf dieses schöne, abwechslungsreiche und ruhige Revier. Am Abend dann kam es zu einem überraschenden Programmwechsel. Pauline von City Barge entpuppte sich als wahre „Number One“ und lud uns alle zu sich in den Garten ihres Hauses ein. Wir waren überwältigt von der Gastfreundschaft. Vielleicht das Beglückendste dieser Tage war, dass wir alle das Gefühl hatten, man hatte uns dort als Freunde erwartet. Am dritten Tag hatte Richard dann eine Spezialität für uns vorbereitet. Eine Art „Trip into the dschungle“. Der kleine Cherwell River verlässt die Stadt, um sich mäandernd in einer dschulgelartigen Landschaft zu verzweigen. Ein besonderes Abenteurer für die stehend Rudernden, denn wie oft mussten wir den in den Fluss hineinreichenden Bäumen und Sträuchern ausweichen! Als wir und auch alle Boote heil aus dem Dschungel wieder heraus waren, ging es zum Lunch wieder die Themse herunter. Da einige unter uns danach abreisen mussten, war dies der Augenblick, allen alten und neuen Freunden für die Gastfreundschaft und vor allem Richard Bailey für seine fabelhafte Organisation zu danken. Richard hatte alles im Griff, für jedes antizipierte Problem bereits eine Lösung vorgesehen und machte das alles mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit, Selbstverständlichkeit und Gelassenheit. Der Lunch war dann auch die Gelegenheit für die Freunde aus Nantes uns allen zu versichern, dass wir uns im nächsten Jahr dort alle und vielleicht manche mehr wiedersehen sollen.

Es gab dann Sonntag am Nachmittag noch einen Nachschlag. Richard wollte denn doch eine kleine Regatta mit exakter Zeitmessung veranstalten und manche unter uns beteiligten sich denn auch an einem Zeitrennen über 500 Meter. Richard hatte da einen Pokal in Reserve, der sollte doch unter die Leute gebracht werden. Hans aus Amsterdam bekam mit Josef aus Nantes nach einem beeindruckenden Ritt auf dem Gondolino den Preis.

Unsere Freude war der Lohn der Freunde in Oxford für ihre Arbeit. Wir werden wiederkommen. (AG)